Szene aus The Pervert’s Guide to Utopias

Synopsis

Zwanzig Jahre nach „The Pervert’s Guide to Cinema“ und vierzehn nach „The Pervert’s Guide to Ideology“ (bei 14 Films 2013) kehrt der slowenische Philosophie-Star Slavoj Žižek vor die Kamera von Sophie Fiennes zurück, um eine scheinbar hoffnungslose Frage zu stellen: Können wir uns überhaupt noch eine bessere Zukunft vorstellen? Um diese zu beantworten, schlüpft Žižek wieder mitten in die Bilder der Filmgeschichte. Er sitzt im Dschungel von „Apocalypse Now“, oder liegt in der Badewanne von Lars von Triers „Melancholia“. Das heitere Film-Hopping nutzt der Philosoph, um zwischen Hollywood, Hegel und den Abgründen der Gegenwart nach den verborgenen Sehnsüchten unserer Zeit zu suchen.

In „The Pervert’s Guide to Utopias“ wird Philosophie zum großen Kinovergnügen: komisch, überdreht und voller wilder gedanklicher Volten. Žižek zerlegt die schönen Versprechen von Fortschritt und Freiheit, springt von „Blade Runner“ zur Tagespolitik, von Katastrophenfilmen zu den Katastrophen, die wir längst selbst erleben. Regisseurin Sophie Fiennes macht aus diesen Abschweifungen eine rasante Montage des Denkens, in der Filmzitate plötzlich mehr über unsere Welt verraten als jede Nachrichtensendung. Vor allem aber verteidigt sie mit Žižek das Recht auf radikalen Pessimismus, denn wer die Welt verändern will, muss ihren Zustand erst einmal ertragen. So feiert der Film nicht nur einen prominenten Denker, sondern vor allem das kompromisslose Denken.

Vorstellungen

  • Sa., 28.11., 17:00

    Kino in der KulturBrauerei | Saal 7 | Mit Gast

Ebenfalls im Programm