Szene aus Paper Tiger

Synopsis

Der US-Regisseur James Gray braucht keine Könige, um Tragödien von opernhafter Größe zu erzählen. Ihm genügen zwei Brüder, eine Küche in Queens und die leere Hülle des amerikanischen Traums. Alles beginnt in New York. Es ist das Jahr 1986, Reagans Aushöhlung des Sozialstaats beginnt langsam Früchte zu tragen und das spürt selbst Irwin Pearl. Der Ingenieur und zweifache Vater dreht jeden Dollar zweimal um. Seine Frau Hester träumt von einem leichteren Leben. Dann erscheint Gary, Irwins älterer Bruder: Ex-Polizist, charmant, großspurig, mit einem Mercedes und einem Geschäft, das beide reich machen soll. Doch hinter dem Sanierungsprojekt steht die russische Mafia. Und plötzlich wird aus der Hoffnung auf Aufstieg eine Geschichte des absoluten Untergangs.

James Gray kehrt mit „Paper Tiger“ zu den Straßen seiner Kindheit zurück. Seine Bilder glühen in herbstlichen Farben. Und was als Gangsterthriller beginnt, wird zur amerikanischen Orestie, zu einem Geisterfilm, in dem nicht die Toten spuken, sondern die Versprechen einer Gesellschaft, die ihre Menschen längst aufgegeben hat. Gary will seinem Bruder helfen, Irwin seine Familie beschützen. Doch jeder Versuch, das Glück zu bewahren, treibt sie tiefer ins Verderben. Ein überwältigender Abgesang auf den amerikanischen Traum, wie ihn nur noch einer der letzten großen Klassizisten Hollywoods erzählen kann. Grandios!

Vorstellungen

  • Sa., 28.11., 20:15

    Kino in der KulturBrauerei | Saal 7

  • Mi., 02.12., 20:00

    Delphi Lux | Saal 2

Ebenfalls im Programm