
- Film 14
- Philippinen
- Venedig 2026
Let Us Through, Dear Ancestors
Makikiraan po
Stab
- Drehbuch
- Lav Diaz
- Produktion
- C'est Lovi Productions, Epicmedia Production, sine olivia pilipinas
- Weltvertrieb
- Heretic
- Besetzung
- Bart Guingona, Ronnie Lazaro, Isabel Sandoval, Yul Servo, Christian Bables, Bong Cabrera
Festivals
- Venedig
- Filmfest Hamburg
Preise
- Venedig — Brian-Preis
- Filmfest Hamburg — Preis der Filmkritik
Sprachfassung & Zugang
- Sprache
- Tagalog
Synopsis
Aus dem Dschungel soll eine Kirche wachsen. Doch die Steine, aus denen sie errichtet wird, kosten Menschenleben. Auf einer philippinischen Insel herrscht 1617 der spanische Priester Enciso, der die einheimische Bevölkerung im Namen Christi unterwirft und Frauen sexuell ausbeutet. Seinen Sohn Dungwen schickt er auf eine gefährliche Reise, um Marmor für das Gotteshaus heranzuschaffen. Während Banditen im Urwald lauern, widersetzt sich eine Heilerin der erzwungenen Christianisierung. Aus dem Versprechen der Erlösung ist ein System von Gewalt und Ausbeutung geworden.
Lav Diaz, der große Chronist der philippinischen Geschichte, setzt nach seinem Film „Magellan“ (bei 14 Films 2025) seine Auseinandersetzung mit den Folgen des Kolonialismus fort. Aber dieses Mal blickt er dabei weniger auf die Eroberer als auf jene, deren Stimmen aus der Geschichte getilgt wurden. In hypnotisch-strengen Schwarzweißbildern, die den Dschungel ebenso mächtig erscheinen lassen wie die Mauern der Kirche, entwirft Diaz ein aufrüttelndes Epos über die Gewalt religiöser Gewissheiten. Der Titel verweist auf einen alten Brauch: Wer das Land der Ahnen betritt, bittet um Erlaubnis. Aber die Kolonisatoren haben niemals gefragt, sie haben sich alles einfach genommen und sich an Land und Leuten versündigt, was Diaz eiskalt seziert. Ein wirklich monumentaler Film über die Anmaßung, im Namen des Himmels die ganze Erde besitzen zu wollen und sie sich untertan zu machen.















