Szene aus Rehearsals for a Revolution – Fragmente der Freiheit

Synopsis

Eine Revolution, die scheitert, muss noch lange nicht verloren sein. Vielleicht war sie nur die Probe für die nächste. Mit dieser ebenso schmerzhaften wie hoffnungsvollen Idee blickt die iranische Schauspielerin und Regisseurin Pegah Ahangarani auf vier Jahrzehnte Geschichte ihres Landes zurück. Ihr dokumentarisches Langfilmdebüt „Rehearsals for a Revolution“ verknüpft fünf Biografien aus ihrem engsten Umfeld mit fünf Aufbrüchen, die von der Islamischen Revolution 1979 bis zu den jüngsten Protesten stets in Gewalt und Enttäuschung endeten. Der Vater kämpfte im Iran-Irak-Krieg, Onkel Rashid glaubte an die Macht der Worte, die Literaturlehrerin an das freie Denken. Ahangarani selbst ging 2009 auf die Straße, wurde später inhaftiert und lebt heute im Exil.

Aus privaten Super-8-Aufnahmen, heimlich gefilmten Demonstrationen, Stimmen Verstorbener und animierten Erinnerungsbildern setzt Ahangarani ein vielstimmiges Gedächtnis des Widerstands zusammen. Dabei wird jede Niederlage zur Erfahrung, die sich der nächsten Generation einschreibt. Ahangarani erzählt also nicht von einer Nation, die das Scheitern gelernt hat, sondern von Menschen, die sich das Hoffen nicht verbieten lassen. So ist ihr Dokumentarfilm gleichzeitig Familienchronik und ein politisches Vermächtnis: eine Hommage an alle, die immer wieder aufstehen, auch wenn die Hoffnung auf einen freien, demokratischen Iran sehr fern wirkt. In Cannes gewann das Debüt den L’Œil d’or für den besten Dokumentarfilm.

Vorstellungen

  • Mi., 02.12., 17:45

    Kino in der KulturBrauerei | Saal 5

  • Do., 03.12., 18:00

    Delphi Lux | Saal 5

Ebenfalls im Programm