Szene aus Elephants in the Fog

Synopsis

Nachts, da ziehen die Dorfbewohner mit Fackeln durch den nepalesischen Dschungel, um wilde Elefanten zu vertreiben. Auch Pirati schickt ihre Töchter auf Patrouille. Sie steht einer Gemeinschaft von Kinnar-Frauen vor, die als Angehörige eines dritten Geschlechts für ihre Segnungen verehrt, im Alltag aber ausgegrenzt werden. Pirati träumt davon, mit ihrem Geliebten fortzugehen, obwohl das Keuschheitsgelübde ihrer Gemeinschaft eine solche Liebe verbietet. Als ihre Tochter Apsara von einer nächtlichen Patrouille nicht zurückkehrt, beginnt sie selbst zu suchen. Aber die Polizei vor Ort interessiert sich kaum für das verschwundene Mädchen.

Der Nepalese Abinash Bikram Shah, der bereits an Festival-Hits wie „The Black Hen“ und „Shambhala“ mitschrieb, macht aus dieser mystischen Ausgangslage ein zugleich sinnliches und politisches Thrillerdrama. Kameramann Noé Bach taucht den Dschungel in ein feuchtes, sattes Grün; lässt Landschaften im Nebel verschwinden, aus dem die Fackeln der Dorfbewohner wie Feuerzeichen hervorbrechen. Doch die eigentliche Gefahr kommt hier - anders als es der Titel jedenfalls vermuten lässt - eben nicht von den Elefanten, sondern von einer Gesellschaft, die die Kinnar als heilig verehrt und ihnen doch jedes selbstbestimmte Leben verweigert.

„Elephants in the Fog“ ist ein Film über die Widersprüche von Zugehörigkeit: über eine Wahlfamilie, die Schutz bietet aber zugleich Freiheit kostet.

Mit Unterstützung von

  • ARTE

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