Szene aus Cameron Winter at Carnegie Hall

Synopsis

Wer Cameron Winter einmal singen hört, vergisst diese Stimme nicht: Sie klingt, als hätte ein Dreiundzwanzigjähriger bereits mehrere Leben hinter sich. Als Frontmann der New Yorker Band Geese wurde er zur Sensation des amerikanischen Indie-Rock, mit seinem Soloalbum „Heavy Metal“ entdeckte er eine ganz andere, beinahe altmodische Intimität. Im Dezember 2025 betrat Winter die Bühne der Carnegie Hall, ganz allein mit einem Flügel und Liedern, die sich einreihen irgendwo zwischen Gospel und den Abgründen amerikanischer Popmusik.

Wie filmt man ein Konzert, ohne die Musik mit Bildern zu überreden? Oscar-Gewinner Paul Thomas Anderson beantwortet diese Frage in „Cameron Winter at Carnegie Hall“ mit einer beinahe demütigen Einfachheit. Gedreht auf 16- und 35-Millimeter-Film, wandert sein Blick zwischen Winters Händen, dem flackernden Licht auf seinem Gesicht und der Dunkelheit des riesigen Saals und ist dabei viel reduzierter als die vielgelobten Konzertfilme eines Martin Scorsese. Hier gibt es keine Interviews, keine Erklärungen. Nur ein junger Mann, dessen Stimme zugleich brüchig und ungeheuer mächtig klingt. Regisseur Paul Thomas Anderson macht aus diesem Konzert ein faszinierendes Spiel aus Nähe und Distanz. So ist ein Konzertfilm entstanden, der seine ganze Dramatik aus dem puren Verhältnis zwischen einem Musiker, seiner Musik und dem Raum entwickelt, den sie erfüllt.

Vorstellungen

  • So., 29.11., 17:00

    Delphi Lux | Saal 6

  • Di., 01.12., 19:30

    Kino in der KulturBrauerei | Saal 5

Ebenfalls im Programm