Szene aus The Man I Love

Synopsis

Jimmy George will nicht sterben. Jedenfalls nicht, solange noch eine Rolle auf ihn wartet. Ende der 1980er-Jahre ist der Schauspieler eine schillernde Figur der New Yorker Queer-Szene. Eine AIDS-bedingte Lungenentzündung hat er überlebt, doch statt sich zu schonen, versammelt er seine Theaterfreunde: Gemeinsam wollen sie den queeren Film „Once Upon a Time in the East“ auf die Bühne bringen. Jimmy spielt die Sängerin Carmen, im Drag, voller Trotz und Lebenslust. Sein Partner Dennis umsorgt ihn, doch Jimmy verliebt sich beinahe trotzig in den jungen Nachbarn Vincent. Alle umsorgen Jimmy, wissend, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Nur Jimmy scheint das nicht wahrhaben zu wollen.

Regisseur Ira Sachs kennt das Milieu, das er in einem angenehm unaufgeregten Film zeigt. Diese New Yorker Wohnungen, in denen geprobt, getanzt, gestritten und geliebt wird; Sachs selbst erlebte die AIDS-Krise der 80er Jahre. Aus diesen komplexen Erinnerungen entsteht in „The Man I Love“ kein simples Krankheitsdrama, sondern eine zärtliche Miniatur über das Sterben. Rami Malek spielt Jimmy mit einer wilden, beinahe maßlosen Hingabe, als könne die Kunst jeden Augenblick in etwas Ewiges verwandeln. „The Man I Love“ erzählt von der großen, schönen Illusion der Künstler: dass die Kunst selbst mehr Zeit kennt als unser kurzes Leben.

Vorstellungen

  • So., 29.11., 20:00

    Delphi Lux | Saal 2

  • Mi., 02.12., 19:30

    Kino in der KulturBrauerei | Saal 7

Ebenfalls im Programm