
- Film 5
- Frankreich
- Italien
- Cannes 2026
La Gradiva
Stab
- Drehbuch
- Marine Atlan, Anne Brouillet
- Produktion
- Les Films du Poisson, Bibi Film
- Weltvertrieb
- mk2 Films
- Besetzung
- Colas Quignard, Suzanne Gerin, Mitia Capellier, Antonia Buresi
Festivals
- Cannes
Preise
- Cannes — Grand Prix (AMI Paris Grand Prize)
Sprachfassung & Zugang
- Sprache
- Französisch, Italienisch
Synopsis
Dürfen wir vorstellen: Der beste und wichtigste Debütfilm des Jahres! Und ganz nebenbei die Geburt eines funkelnden Regietalents! Aber der Reihe nach: Eine französische Abiturklasse reist nach Neapel. Im Schatten des Vesuvs lauern erste Liebe, verletzter Stolz und das grausame Spiel um Anerkennung. Marine Atlan macht aus diesem scheinbar harmlosen Schulausflug eine moderne Grand Tour durch die Abgründe des Erwachsenwerdens. Toni und James, Freunde und Provokateure, beherrschen das soziale Spiel der Gruppe. Und Suzanne, zunächst die scheue Außenseiterin, beobachtet sie aus der Distanz. Aber zwischen den versteinerten Körpern Pompejis geraten die behaupteten Gewissheiten der hormongesteuerten Teenies ordentlich ins Wanken.
Inspiriert von Wilhelm Jensens Novelle „Gradiva“, die Sigmund Freud beschäftigte, macht Atlan Neapel zum Schauplatz des Unbewussten: eine Stadt zwischen katholischer Frömmigkeit, erotischer Verheißung und allgegenwärtiger Katastrophe. Ihre taktile, bewegungsfreudige Kamera folgt den Blicken und Gesten der Jugendlichen, bis die Grenzen zwischen Fantasie und Gegenwart verschwimmen. Doch hinter den naiven Liebesspielen lauert eine präzise Klassenanalyse: Herkunft bestimmt, wer sich welche Zukunft erträumen darf. Das macht „La Gradiva“ so einzigartig. Der Film erzählt von einer Jugend, die frei sein will und doch längst in den Geschichten ihrer Eltern gefangen ist. Roh, kraftvoll, unvergesslich, ein Kino, das an die frühen, freien Filme von Maurice Pialat und André Téchiné erinnert.
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