Szene aus The Beloved – Mein liebster Mensch

Synopsis

Esteban Martínez, gefeierter Regisseur und Enfant terrible der Filmszene, bietet seiner entfremdeten Tochter Emilia überraschend eine Rolle in seinem neusten Filmprojekt an. Dreizehn Jahre haben die beiden nicht miteinander gesprochen. Und Emilia, selbst bislang erfolgslose Schauspielerin, weiß nicht, ob der Vater sie wirklich braucht oder nur ihre Vergebung sucht. Aber: Sie sagt zu. Und reist mit ihm in die sengende Wüste, wo Esteban ein aufwendiges Historienepos über Spaniens Kolonialvergangenheit dreht. Doch schnell werden die Dreharbeiten zum Schauplatz von alten Verletzungen, die beide lieber vergessen würden.

Ein Mann, der die Gewalt der Geschichte anklagt, herrscht am eigenen Set mit derselben Rücksichtslosigkeit: Darin liegt die bittere Ironie von Rodrigo Sorogoyens „The Beloved – Mein liebster Mensch“. Den spanischen Filmemacher interessiert, wie Macht aus Nähe entsteht und wie schnell Fürsorge in Kontrolle umschlägt. Zwischen langen, beinahe unerträglich langen Gesprächen und den Wut-Ausbrüchen des Vaters wechselt der Film seine Perspektiven, sogar seine Bildformate: Hier wird das Kino selbst zum Versuch, Wahrheit zu finden, und eine raffinierte Möglichkeit, sie hinter vielen Tricks zu verbergen. Javier Bardem ist das Gravitationszentrum des Films. Er spielt diesen Macho-Künstler als verwundetes Raubtier. „The Beloved – Mein liebster Mensch“ ist ein schmerzhaftes Familiendrama, das die Frage verhandelt, ob zwei Menschen trotz tiefer alter Wunden wahrhaft wieder zueinanderfinden können. „Javier Bardem liefert seine unheimlichste Performance seit No Country For Old Men.“ (The Guardian)

Vorstellungen

  • Fr., 27.11., 20:00

    Delphi Lux | Saal 2

  • Do., 03.12., 17:15

    Kino in der KulturBrauerei | Saal 7

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