
- Philippinen
WHEN THE WAVES ARE GONE
Synopsis
Leutnant Hermes Papauran (John Lloyd Cruz) gilt als einer der besten Ermittler der Philippinen. Er ist Teil einer Polizei, die den Anti-Drogen-Feldzug der Regierung mit Hingabe vollstreckt, und er hat gesehen, was das heißt. Schuld und Angst fressen sich in seinen Körper: Eine schwere Hautkrankheit zwingt ihn, seinen Dienst in Manila zu unterbrechen. Zur selben Zeit wird Sergeant Primo Macabantay (Ronnie Lazaro) nach zehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen, offenbar mit Rückendeckung von oben. Hermes hat ihn einst hinter Gitter gebracht; Primo, inzwischen religiöser Eiferer, will Rache. „When the Waves Are Gone” von Lav Diaz (Philippinen 2022) führt die beiden auf eine Konfrontation zu, die sich wie ein Mythos entfaltet.
Der Filipino Lav Diaz hat in Schwarzweiß gedreht, Kamera Larry Manda, mit eng gebauten Innenbildern, die an Francis Bacon erinnern, und einem Finale in nächtlicher Noir-Atmosphäre. 187 Minuten sind für Diaz eher kurz; sein Bezugspunkt ist „Der Graf von Monte Christo”, sein Thema die Fäulnis, die die Politik in einer Gesellschaft hinterlässt, und was der Drogenkrieg mit denen macht, die ihn führen. Premiere außer Konkurrenz in Venedig 2022. Bei Around the World in 14 Films lief „When the Waves Are Gone” 2022 in Berlin.
Festival
Gezeigt in der 17. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2022.
























