Szene aus Eo

Synopsis

EO ist ein grauer Esel mit melancholischen Augen. In einem polnischen Wanderzirkus arbeitet er mit der Artistin Kasandra (Sandra Drzymalska), die ihn liebt. Als Tierschützer den Zirkus schließen lassen, wird er von ihr getrennt – und beginnt eine Reise, die er sich nicht ausgesucht hat: in einen Pferdestall, auf einen Bauernhof, zu einer Fußballmannschaft, in eine Pelzfarm, auf einen Lastwagen, bis in die Villa einer italienischen Gräfin (Isabelle Huppert). EO begegnet Grausamkeit und Güte, ohne sie unterscheiden zu können. „EO” von Jerzy Skolimowski (Polen 2022) erzählt die Welt aus der Perspektive eines Tieres, das alles sieht und nichts versteht – oder mehr, als die Menschen ahnen.

Der Pole Jerzy Skolimowski hat den Film mit Ewa Piaskowska geschrieben und beruft sich ausdrücklich auf Robert Bressons „Zum Beispiel Balthasar” von 1966. Anders als Bresson erzählt er nicht asketisch, sondern als Roadmovie, das die Wahrnehmung eines Tieres zu erraten sucht. Sechs Esel teilten sich die Titelrolle. Im Wettbewerb von Cannes 2022 gab es den Preis der Jury, geteilt mit „Acht Berge”; Polen schickte den Film ins Oscar-Rennen, wo er als bester internationaler Film nominiert war. Bei Around the World in 14 Films lief „EO” 2022 in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 17. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2022.

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