
- Berlinale World Cinema Fund
- Sudan
THE DAM
Synopsis
Im Norden des Sudan, am Ufer des Nil beim Merowe-Staudamm, arbeitet Maher (Maher El Khair) in einer Ziegelei: Lehm stechen, formen, brennen, Tag für Tag im Schatten des riesigen, von einer chinesischen Firma gebauten Bauwerks. Jeden Abend verschwindet er in die Wüste. Dort baut er heimlich an einer Figur aus Schlamm, meterhoch, mit Armen wie Äste und hohlen Augen. Aus dem Radio dringen Nachrichten von den Protesten gegen Omar al-Baschir – und während das Land sich erhebt, scheint Mahers Geschöpf zu erwachen. „The Dam” von Ali Cherri (Sudan 2022) ist eine politische Fabel, die mit dokumentarischer Ruhe beginnt und in etwas Übersinnliches kippt.
Der libanesische Künstler Ali Cherri, auf der Biennale von Venedig mit dem Silbernen Löwen als vielversprechender Künstler ausgezeichnet, schließt mit seinem ersten langen Spielfilm eine Trilogie über die „Geographie der Gewalt” ab: wie sich Krisen in Landschaften einschreiben. Die erste Hälfte beobachtet Handarbeit, das Kratzen der Schaufeln, das Knacken des Feuers; die zweite öffnet sich Traumbildern, in denen der Damm selbst zur Bedrohung wird. Premiere in der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes 2022. Bei Around the World in 14 Films lief „The Dam” 2022 in Berlin in der Sektion Berlinale World Cinema Fund.
Festival
Gezeigt in der 17. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2022.
























