Szene aus No Bears

Synopsis

Jafar Panahi darf keine Filme machen und das Land nicht verlassen. In „No Bears” (Iran 2022) spielt er sich selbst: Er hat sich in einem Dorf nahe der türkischen Grenze eingemietet und dirigiert per Laptop einen Film, der jenseits der Grenze gedreht wird – die Geschichte von Zara (Mina Kavani) und Bakhtiar (Bakhtiar Panjei), die mit gefälschten Pässen aus dem Iran fliehen wollen. Dann taucht ein Foto auf, das Panahi angeblich gemacht hat: Es zeigt Gozal, die nach altem Brauch seit ihrer Geburt einem Mann versprochen ist, mit einem anderen. Die Dorfältesten verlangen, dass er das Bild herausgibt oder bestreitet, es je gemacht zu haben.

Der Iraner Jafar Panahi hat auch diesen fünften Film seit seinem Berufsverbot von 2010 heimlich gedreht. Dokument und Fiktion spiegeln einander: Ein Regisseur, der einen Film über Flucht macht, wird selbst zum Gegenstand von Überwachung und Aberglauben. Im Juli 2022 wurde Panahi in Teheran verhaftet und zu sechs Jahren Haft verurteilt; in Venedig, wo der Film im Wettbewerb lief, protestierte das Festival auf dem roten Teppich. „No Bears” erhielt dort den Spezialpreis der Jury. Bei Around the World in 14 Films lief „No Bears” 2022 in Berlin in der Sektion Special Focus on Iran.

Festival

Gezeigt in der 17. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2022.

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