
- Berlinale World Cinema Fund
- Türkei
BURNING DAYS
Synopsis
Emre (Selahattin Paşalı), ein junger, prinzipientreuer Staatsanwalt, wird in die anatolische Kleinstadt Yanıklar versetzt. Der Ort leidet unter Wassermangel, und der Bürgermeister regiert mit harter Hand. Emre findet schnell heraus, dass die Korruption jede Institution durchzieht. Als eine junge Romni missbraucht wird, lässt er den Sohn des Bürgermeisters festnehmen – und wird selbst zur Zielscheibe: Kompromittierende Fotos tauchen auf, im Ort kursiert das Gerücht einer Affäre mit dem Zeitungsmacher Murat (Ekin Koç), und der Druck der lokalen Machthaber wächst. „Burning Days” von Emin Alper (Türkei 2022) zeigt einen Mann, der an sein Rechtssystem glaubt, in einer Stadt, in der jeder seine eigene Wahrheit hat.
Der Türke Emin Alper erzählt das als Thriller, halb Kriminalfilm, halb Western, mit Bildern einer ausgedörrten Landschaft, in der Hitze und Gerücht dieselbe Farbe haben. Der Film handelt von Wasser als Machtmittel, von Populismus und Männlichkeit – und, kaum ausgesprochen, von der wiederkehrenden Homophobie in der türkischen Provinz. Premiere in der Sektion Un Certain Regard in Cannes 2022; beim Festival von Antalya folgten neun Preise, beim Europäischen Filmpreis die Auszeichnung für den Schnitt. Bei Around the World in 14 Films lief „Burning Days” 2022 in Berlin in der Sektion Berlinale World Cinema Fund.
Festival
Gezeigt in der 17. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2022.
























