
- Tahiti
PACIFICTION
Synopsis
Auf Tahiti, im französischen Überseegebiet Polynesien, ist De Roller (Benoît Magimel) der Hochkommissar der Republik: ein berechnender Mann mit tadellosen Manieren, der zwischen Regierungsempfängen, Nachtclubs und Strandbars pendelt, mit allen redet und niemandem etwas sagt. Ein Gerücht geht um: Ein U-Boot sei gesichtet worden, und das könne bedeuten, dass Frankreich seine Atomtests im Pazifik wieder aufnimmt. De Roller hört zu, wiegelt ab, sondiert – bei Aktivisten, Politikern, einem Admiral (Marc Susini), bei Shannah (Pahoa Mahagafanau), beim Clubbesitzer Morton (Sergi López). „Pacifiction” von Albert Serra (Frankreich 2022, gedreht auf Tahiti) ist ein politischer Thriller, in dem sich der Verdacht nie zur Handlung verdichtet und die Bedrohung im Licht der Tropen aufgeht.
Der Katalane Albert Serra hat 165 Minuten lang auf Tahiti gedreht, in einem Film, der narrativ karg und visuell überbordend ist: Dämmerungen, Wellen, Gesichter, ein Tempo, das sich hypnotisch verlangsamt, während unter der Oberfläche die Paranoia wächst. Französisch, Englisch, Tahitianisch und Portugiesisch mischen sich. Premiere im Wettbewerb von Cannes 2022; anschließend der Prix Louis Delluc, Césars für Benoît Magimel als besten Darsteller und für Artur Torts Kamera. Bei Around the World in 14 Films lief „Pacifiction” 2022 in Berlin.
Festival
Gezeigt in der 17. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2022.
























