
- Island
GODLAND
Synopsis
Ende des 19. Jahrhunderts, Island ist dänisches Gebiet. Der junge lutherische Pfarrer Lucas (Elliott Crosset Hove) wird aus Dänemark in einen abgelegenen Landstrich im Südosten der Insel geschickt, um dort eine Kirche zu bauen und die Bewohner zu fotografieren. Er zieht über Land, mit isländischen Trägern, einem Dolmetscher und dem Führer Ragnar (Ingvar Eggert Sigurðsson), der den Dänen misstraut und Lucas’ Sprache nicht spricht. Am Ziel findet Lucas bei Carl und dessen Töchtern Anna und Ida Aufnahme – und verliert nach und nach seine Mission, seine Ordnung und seine Moral. „Godland” von Hlynur Pálmason (Island 2022) erzählt von einem Mann, dem das Land größer ist als sein Gott.
Der Isländer Hlynur Pálmason hat auf 35mm im fast quadratischen Academy-Format gedreht; Ausgangspunkt waren – so die Legende im Vorspann – sieben Nassplattenaufnahmen eines dänischen Pfarrers, die Pálmason selbst erfunden hat. Kamerafrau Maria von Hausswolff komponiert zentriert und ruhig, Zwischenbilder markieren den Wechsel der Jahreszeiten. Der Film ist zweisprachig, Dänisch und Isländisch. Premiere in der Sektion Un Certain Regard in Cannes 2022; später der Gold Hugo in Chicago und Islands Kandidat für den Oscar. Bei Around the World in 14 Films lief „Godland” 2022 in Berlin.
Festival
Gezeigt in der 17. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2022.
























