Szene aus Under The Fig Trees

Synopsis

Ein Sommertag im Nordwesten Tunesiens. Im Morgengrauen warten junge Frauen und Männer am Straßenrand, bis sie zum Feigenhain gebracht werden; Ghaith, der Pächter, stellt sie als Tagelöhner für die Ernte ein. Zwischen den Bäumen, unter der Aufsicht eines patriarchalen Vorarbeiters, wird gepflückt, gestritten, geflirtet: Melek verliebt sich in Abdou, der nur über den Sommer da ist; Sana muss ihrem Kollegen Firas nachsehen, ob er treu ist; die ältere Leila beobachtet den Übermut der Jüngeren mit Skepsis. Bis zum Abend ist zwischen den Zweigen mehr verhandelt worden als Lohn. „Under the Fig Trees” von Erige Sehiri (Tunesien 2022) fasst in einen einzigen Arbeitstag, was ein ganzes Land bewegt: Ehe, Unabhängigkeit, das Dorf und die Stadt.

Die tunesisch-französische Regisseurin Erige Sehiri kommt vom Dokumentarfilm („Railway Men”, 2018) und arbeitet mit Laien, darunter mehreren Mitgliedern einer Familie; die Kamera von Frida Marzouk bleibt nah an den Gesichtern, in Handkamera-Bildern voller Sonnenflecken. Es gibt keine Handlung im üblichen Sinn, nur Gespräche und Blicke, aus denen ein kollektives Coming-of-Age entsteht. Premiere in der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes 2022. Bei Around the World in 14 Films lief „Under the Fig Trees” 2022 in Berlin in der Sektion Berlinale World Cinema Fund.

Festival

Gezeigt in der 17. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2022.

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