Szene aus Mediterranean Fever

Synopsis

Waleed (Amer Hlehel) ist vierzig, lebt mit Frau und Kindern in Haifa und will Schriftsteller werden. Doch eine chronische Depression legt sich über alles: Er schreibt nicht, und er hält die eigene Familie kaum aus. Dann zieht nebenan Jalal (Ashraf Farah) ein, ein Kleinkrimineller. Waleed sucht die Nähe des Nachbarn – mit einem Hintergedanken, den er niemandem verrät. Aus dem Kalkül wird gegen jede Absicht eine Freundschaft, und die führt die beiden Männer auf eine Reise durch dunkle Begegnungen. „Mediterranean Fever” von Maha Haj (Palästina 2022) ist eine schwarze Komödie über zwei Männer, die je ein Geheimnis mit sich herumtragen, und über das Leben von Palästinensern in Haifa, das im Alltag kaum je politisch ausgesprochen wird.

Die palästinensische Regisseurin Maha Haj setzt den Humor in kleinen Bausteinen, die sich nach und nach ins Dunkle verschieben; die Politik bleibt Hintergrund, die männliche Verletzlichkeit steht im Vordergrund. Arabisch, Hebräisch und Englisch wechseln wie selbstverständlich. Gedreht in Koproduktion mit Deutschland, Frankreich, Zypern und Katar, 108 Minuten. Premiere in der Sektion Un Certain Regard in Cannes 2022, wo Haj den Preis für das beste Drehbuch erhielt. Bei Around the World in 14 Films lief „Mediterranean Fever” 2022 in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 17. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2022.

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