Szene aus Wintermärchen

Synopsis

„Wintermärchen” (Deutschland 2018) von Jan Bonny folgt drei jungen Leuten, die im Untergrund leben: Becky, Tommi und Maik bilden eine rechte Terrorzelle. Sie wohnen in Hinterzimmern und Wohnwagen, trinken, streiten, haben Sex und ziehen los, um zu töten – Menschen, die sie für Fremde halten. Was sie wollen, ist Aufmerksamkeit: Die Nachrichten sollen über sie sprechen, und jedes Mal, wenn sie es nicht tun, wächst die Wut. Zwischen den dreien verschieben sich Liebe, Hass und Abhängigkeit von Tag zu Tag, und ihre Parolen von Ehre, Stolz und Treue halten der eigenen Orientierungslosigkeit nicht stand.

Bonny hat das Drehbuch mit Jan Eichberg geschrieben und in Köln und Umgebung gedreht; Thomas Schubert, Ricarda Seifried und Jean-Luc Bubert spielen die drei. Der Film zeigt die Gewalt ohne Erklärung und ohne Distanz, als Kammerspiel einer Enge, in der jede Regung zur Bedrohung wird. Premiere hatte er im August 2018 als einziger deutscher Beitrag im internationalen Wettbewerb von Locarno. 2018 lief er bei Around the World in 14 Films in Berlin, in der Sektion German Film.

Festival

Gezeigt in der 13. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2018.

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