Szene aus Long Days Journey Into Night

Synopsis

„Long Day’s Journey Into Night” (China 2018) von Bi Gan führt Luo Hongwu nach dem Tod seines Vaters zurück in seine Heimatstadt Kaili in der Provinz Guizhou. Dort holen ihn die Erinnerungen ein: an seinen Freund Wildcat, der ermordet wurde, und an Wan Qiwen, eine Frau in grünem Kleid, mit der er vor Jahren eine Affäre hatte und die verschwand. Luo macht sich auf die Suche nach ihr, durch verfallene Häuser, überflutete Zimmer und Erinnerungsfetzen. In der zweiten Hälfte setzt er sich in einem Kino eine 3D-Brille auf – und der Film gleitet in eine einzige, fast einstündige Einstellung, die ihn durch ein nächtliches Dorf, eine Seilbahn und einen Billardsaal trägt.

Bi Gans zweiter Spielfilm hat mit dem gleichnamigen Stück von Eugene O’Neill nichts zu tun; er ist ein Film über das Gedächtnis, in dem Film noir und Traum ineinander übergehen. Berühmt wurde er für seine 3D-Plansequenz. Premiere hatte er 2018 in der Sektion Un Certain Regard in Cannes. 2018 lief er bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 13. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2018.

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