Szene aus Sofia

Synopsis

„Sofia” (Marokko 2018) von Meryem Benm’Barek beginnt bei einem Familienessen in Casablanca. Sofia, zwanzig Jahre alt, aus gutbürgerlichem Haus, hat ihre Schwangerschaft bis zuletzt verdrängt und bekommt an diesem Abend ihr Kind. Ihre Cousine Lena, Medizinstudentin, bringt sie in eine Klinik. Dort gibt man ihr 24 Stunden, die Papiere des Vaters vorzulegen – sonst wird die Polizei verständigt, denn Sex außerhalb der Ehe steht in Marokko unter Strafe. Sofia nennt einen Namen: Omar, einen jungen Mann aus einem Arbeiterviertel. Die Familien treffen aufeinander, und die Frage, wer hier wen rettet, verschiebt sich von Stunde zu Stunde.

Benm’Barek erzählt in ihrem Debüt weniger von einem Skandal als von Klassenverhältnissen, die sich hinter der Moral verbergen, nüchtern, in achtzig Minuten, ohne Musik. In Cannes lief der Film 2018 in der Sektion Un Certain Regard und erhielt dort den Preis für das beste Drehbuch. 2018 lief er bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 13. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2018.

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