Szene aus Rojo

Synopsis

„Rojo” (Argentinien 2018) von Benjamín Naishtat spielt 1975 in einer Provinzstadt, wenige Monate vor dem Militärputsch. Claudio, ein angesehener Anwalt, wartet in einem Restaurant auf seine Frau. Ein Fremder stellt ihn vor allen Gästen zur Rede, weil er einen Tisch besetzt, ohne zu bestellen. Claudio überlässt ihm den Platz, demütigt ihn aber mit einer Rede, bis der Mann ausrastet und hinausgeworfen wird. Später am Abend lauert er dem Ehepaar auf der Straße auf – und die Nacht endet mit einer Tat, die Claudio verschweigt. Monate später taucht ein chilenischer Fernsehdetektiv in der Stadt auf und beginnt, Fragen zu stellen.

Naishtat erzählt vom Verschwinden lassen als Alltagsgeschäft und von der Komplizenschaft einer Mittelschicht, die die Diktatur nicht erwartete, sondern vorbereitete. Beim Festival von San Sebastián erhielt der Film 2018 die Silbernen Muscheln für die beste Regie und den besten Darsteller, Darío Grandinetti, sowie den Preis für die beste Kamera. 2018 lief er bei Around the World in 14 Films in Berlin, in der Sektion Berlinale World Cinema Fund.

Festival

Gezeigt in der 13. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2018.

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