Szene aus Rafiki

Synopsis

„Rafiki” (Kenia 2018) von Wanuri Kahiu spielt in einem Viertel von Nairobi. Kena hilft im Laden ihres Vaters, fährt Skateboard und will Krankenschwester werden. Ziki, mit bunten Zöpfen und lauten Freundinnen, ist die Tochter seines Konkurrenten – die Väter der beiden treten bei der Kommunalwahl gegeneinander an. Ausgerechnet zwischen diesen beiden entsteht erst eine Freundschaft und dann eine Liebe, die im Viertel niemand sehen darf. Dass „gute kenianische Mädchen gute kenianische Ehefrauen werden”, haben beide oft genug gehört. Die Nachbarschaft schaut genau hin, und der Pastor predigt sonntags dagegen.

Kahiu erzählt die Geschichte nach der Kurzgeschichte „Jambula Tree” von Monica Arac de Nyeko in kräftigen Farben und mit viel Pop. In Kenia wurde der Film wegen seiner Darstellung einer lesbischen Liebe verboten; in Cannes lief er 2018 als erster kenianischer Film überhaupt, in der Sektion Un Certain Regard. 2018 lief er bei Around the World in 14 Films in Berlin, in der Sektion Berlinale World Cinema Fund; sein Motiv war das Plakat des Festivals.

Festival

Gezeigt in der 13. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2018.

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