Szene aus Frenzy

Synopsis

Istanbul in einer nahen, unbestimmten Zeit: Bombenanschläge erschüttern die Nächte, die Polizei riegelt ganze Viertel ab. Kadir (Mehmet Özgür) kommt nach zwanzig Jahren vorzeitig aus dem Gefängnis – unter der Bedingung, dass er für den Sicherheitsbeamten Hamza als Informant arbeitet. Als Müllsammler in den Armenvierteln durchsucht er den Abfall nach Spuren von Sprengstoff und schreibt Berichte. Dabei findet er seinen jüngeren Bruder Ahmet (Berkay Ateş) wieder, der für die Stadt streunende Hunde tötet und den Kontakt scheut; Frau und Kinder haben ihn verlassen, der mittlere Bruder Ali ist verschwunden. Je mehr Kadir beobachtet, desto mehr Verschwörungen sieht er. „Frenzy” („Abluka”, 2015) stammt von Emin Alper aus der Türkei.

Emin Alpers zweiter Spielfilm ist eine Studie über Paranoia, in der die Grenze zwischen Albtraum und Wirklichkeit verschwimmt: politische Polarisierung, gelesen als Geschichte zweier Brüder, die von ihr zerrieben werden. Im Wettbewerb von Venedig gewann „Frenzy” 2015 den Spezialpreis der Jury, beim Festival in Adana den Preis als bester Film. Bei Around the World in 14 Films lief er 2016 in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 11. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2016.

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