Szene aus Safari

Synopsis

Namibia, eine Lodge im Busch: Europäische Urlauber sind zum Jagen gekommen. Da ist das Ehepaar Ellinger, das nicht zum ersten Mal hier ist, und eine Familie mit zwei halbwüchsigen Kindern – Gerard, Eva, Manela und Tina –, die sich am Zielfernrohr abwechseln. Gnu, Zebra, Giraffe: nach jedem Abschuss die Zerlegung, dann das Gespräch über das Erlegte und die Liebe zur Jagd. Die afrikanischen Angestellten, die häuten, tragen und schweigen, bekommen keine Stimme. „Safari” (2016) des Österreichers Ulrich Seidl beobachtet, was Menschen tun, wenn sie das Töten als Erholung buchen.

Ulrich Seidl aus Österreich, der das Buch mit Veronika Franz schrieb, arbeitet mit seinen bekannten Mitteln: streng gebaute Tableaus, eine unbewegte Kamera, die immer wieder zu präparierten Tierköpfen an der Wand zurückkehrt, und Gespräche, in denen die Jäger sich selbst erklären. Das Ergebnis ist ebenso komplex wie provozierend – Bilder, die für sich sprechen. Der 91-minütige Dokumentarfilm lief 2016 außer Konkurrenz in Venedig und danach in Toronto; bei Around the World in 14 Films war er 2016 in Berlin zu sehen.

Festival

Gezeigt in der 11. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2016.

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