Szene aus Neon Bull

Synopsis

Iremar (Juliano Cazarré) reist mit einer Truppe von Rinderhelfern durch den Nordosten Brasiliens. Sie liefern die Bullen für die Vaquejada, ein Rodeo, bei dem Reiter die Tiere am Schwanz zu Boden reißen. Iremar aber träumt vom Schneidern: Nach der Arbeit entwirft er Pferdemasken und freizügige Kostüme für Galega (Maeve Jinkings), die den Lastwagen fährt und abends tanzt. Mit ihrer Tochter Cacá und dem Rinderhelfer Zé bilden sie eine Familie auf Rädern – bis ein Neuer zur Truppe stößt und Iremar einer schwangeren Arbeiterin aus der Parfümfabrik begegnet. „Neon Bull” („Boi Neon”, 2015) von Gabriel Mascaro aus Brasilien handelt von Menschen, die zwischen Vieh, Schweiß und Sehnsucht ihre eigenen Entwürfe verfolgen.

Gabriel Mascaro erzählt elliptisch, mit derbem Humor und einer sinnlichen Kamera, die die Körper von Menschen und Tieren gleich ernst nimmt – eine Untersuchung von Männlichkeit, die ihre Figuren nicht vorführt, sondern feiert. In Venedig gewann der Film 2015 den Spezialpreis der Jury der Sektion Orizzonti, in Toronto eine lobende Erwähnung der Sektion Platform, in Rio vier Preise und in Warschau den Hauptpreis. Bei Around the World in 14 Films lief er 2016 in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 11. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2016.

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