Szene aus Rabin The Last Day

Synopsis

Am 4. November 1995 wird der israelische Ministerpräsident Jitzchak Rabin erschossen. „Rabin, the Last Day” (2015) des Israelis Amos Gitai setzt nicht beim Schuss an, sondern bei dem, was ihm vorausging und folgte: bei der Schamgar-Kommission, vor der Sicherheitsleute und Beamte die Verantwortung von sich weisen; bei den Zirkeln von Rabbinern und Siedlern, in denen der Täter Jigal Amir die religiöse Rechtfertigung für den Mord fand; bei den Kundgebungen, auf denen Rabin in SS-Uniform gezeigt und „Tod für Rabin” skandiert wurde. Rabins letzter Tag wird aus vielen Perspektiven erzählt – Fahrer, Leibwächter, Berater, Attentäter und der Ministerpräsident selbst, vom Morgen bis zu seinem Tod.

Amos Gitai aus Israel verschränkt Archivmaterial, Amateuraufnahmen und Nachrichtenbilder mit nachgespielten Szenen in kaltem Licht; Schimon Peres tritt als er selbst auf. Die These des 153 Minuten langen Doku-Dramas: Nicht ein Einzeltäter, sondern ein politisches Klima hat den Mord möglich gemacht. Premiere war 2015 im Wettbewerb von Venedig. Bei Around the World in 14 Films lief der Film 2016 in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 11. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2016.

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