
- Spanien
THE DEATH OF LOUIS XIV
Synopsis
Versailles, August 1715: Nach der Rückkehr von der Jagd spürt Ludwig XIV. (Jean-Pierre Léaud) einen Schmerz im Bein. Er erledigt weiter seine Pflichten, doch der Schlaf wird unruhig, das Fieber steigt, das Bein beginnt zu faulen. Um sein Bett versammeln sich der Leibarzt Fagon (Patrick d’Assumçao), herbeigerufene Professoren der Pariser Fakultät, Quacksalber mit Wundermitteln und Höflinge, die schon das Machtvakuum wittern. Der Sonnenkönig versucht, vom Bett aus zu regieren, und verweigert die Amputation. „The Death of Louis XIV” (2016) des Spaniers Albert Serra ist ein Kammerspiel über das Sterben eines Königs, das mit heutiger Medizin zu verhindern gewesen wäre.
Albert Serra aus Spanien stützt sich auf medizinische Aufzeichnungen und die Memoiren des Herzogs von Saint-Simon; das Projekt begann als Auftrag des Centre Pompidou für eine Performance und wurde in fünfzehn Tagen mit drei Kameras gedreht, ohne Proben. Jean-Pierre Léaud, das Gesicht der Nouvelle Vague, hat kaum Text und bewegt sich Szene für Szene weniger, bis zur völligen Reglosigkeit. Premiere war 2016 in Cannes; der Film erhielt den Prix Jean Vigo. Bei Around the World in 14 Films lief er 2016 in Berlin.
Festival
Gezeigt in der 11. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2016.






















