Szene aus April

Synopsis

Nina (Ia Sukhitashvili) ist Frauenärztin in einer Klinik auf dem georgischen Land. Als ein Neugeborenes bei der Geburt stirbt, erhebt der Vater Vorwürfe gegen sie, und die Klinik leitet eine Untersuchung ein. Was dabei ans Licht kommen könnte, wiegt schwerer als der Fall selbst: Nina fährt seit Jahren in die Dörfer der Umgebung und nimmt dort im Verborgenen Schwangerschaftsabbrüche vor, die das Gesetz nicht vorsieht und die Familien nicht dulden würden. „April” der georgischen Regisseurin Dea Kulumbegashvili (Georgien 2024) folgt einer Frau, die ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt, um anderen eine Wahl zu lassen, und die dafür niemandem Rechenschaft ablegt.

Kulumbegashvili erzählt in langen, unbewegten Einstellungen unter dem weiten Himmel der georgischen Landschaft und lässt eine Gestalt durch den Film gehen, die sich keiner Deutung fügt. Der Film hatte seine Premiere im Wettbewerb von Venedig 2024 und wurde dort mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. 2024 lief er bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 19. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2024.

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