Szene aus Toxic

Synopsis

Marija ist dreizehn und wird von ihrer Mutter bei der Großmutter abgesetzt, in einer litauischen Industriestadt, deren Fabriken stillstehen. Sie hinkt leicht, und in der Schule wird sie dafür verspottet. Mit Kristina, die ihr zunächst die Jeans stiehlt, verbindet sie bald eine Freundschaft – und der Wunsch, in eine Modelschule aufgenommen zu werden, die den Mädchen der Stadt einen Ausweg verspricht: Verträge im Ausland, ein Leben anderswo. Dafür müssen die Körper stimmen, und die beiden beginnen, an ihnen zu arbeiten, mit Diäten, Bandwürmern und allem, was die Schule verlangt. „Toxic” der litauischen Regisseurin Saulė Bliuvaitė (Litauen 2024) erzählt von einer Jugend, der die Stadt nichts mehr zu bieten hat als den eigenen Körper.

Bliuvaitė zeigt in ihrem Spielfilmdebüt den Übergang einer Industriegesellschaft in eine Dienstleistungsökonomie am Beispiel derer, die darin zur Ware werden. Der Film hatte 2024 in Locarno Premiere und gewann dort den Goldenen Leoparden sowie den Preis für den besten Erstlingsfilm. 2024 lief er bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 19. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2024.

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