Szene aus Armand

Synopsis

Elisabeth (Renate Reinsve), Schauspielerin und alleinerziehende Mutter, wird nach Unterrichtsschluss in die Grundschule ihres sechsjährigen Sohnes Armand gerufen. Der Vorwurf: Armand soll gegenüber seinem besten Freund eine Grenze überschritten haben. Am Tisch sitzen die Eltern des anderen Jungen, eine junge Lehrerin und die Schulleitung, und schon die Frage, was genau geschehen ist, lässt sich nicht klären. Je länger das Gespräch in den leeren Fluren dauert, desto mehr geraten alte Verletzungen und die Vergangenheit der beiden Familien in den Blick. „Armand” des norwegischen Regisseurs Halfdan Ullmann Tøndel (Norwegen 2024) spielt ausschließlich im Schulgebäude, an einem einzigen Nachmittag.

Ullmann Tøndel, der selbst an einer Grundschule gearbeitet hat, baut aus einer Elternsprechstunde ein psychologisches Kammerspiel, das zunehmend die Grenze zur Wirklichkeit verlässt. Sein Spielfilmdebüt lief 2024 in Cannes in der Sektion Un Certain Regard und erhielt dort die Caméra d’Or für den besten Erstlingsfilm. 2024 lief er bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 19. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2024.

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