Szene aus Adieu Au Langage

Synopsis

Eine verheiratete Frau und ein alleinstehender Mann begegnen sich, werden ein Paar, streiten und gehen wieder auseinander. Dazwischen streunt ein Hund durch Wälder und an Flussufern entlang, und er ist die eigentliche Hauptfigur: Roxy Miéville, der Hund des Regisseurs. Jean-Luc Godard löst in „Adieu au langage”, einer französisch-schweizerischen Produktion von 2014, jede Erzählung in Fragmente auf. Bilder, Zitate und Musik werden collagiert, Überlegungen zu Geometrie, Bewusstsein, Tod, Null und Unendlichkeit laufen nebeneinander her und widersprechen sich. Die Menschen in diesem Film sind, so der Regisseur, von ihrem Bewusstsein geblendet und sehen die Welt nicht mehr so, wie sie ist. Der Hund kann das noch.

„Adieu au langage” ist Godards erster in 3D gedrehter Langfilm und dauert siebzig Minuten. Die Stereoskopie wird nicht als Effekt benutzt, sondern als Mittel, um Bilder gegeneinander zu setzen und die Wahrnehmung zu spalten. Der Film lief 2014 im Wettbewerb von Cannes und erhielt dort den Preis der Jury; die National Society of Film Critics in den USA wählte ihn zum besten Film des Jahres. 2014 lief „Adieu au langage” bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 9. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2014.

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