
- Türkei
WINTER SLEEP
Synopsis
Aydın war einmal Schauspieler. Jetzt betreibt er in Kappadokien ein kleines Hotel, das in den Fels gebaut ist, schreibt Kolumnen für eine Lokalzeitung und plant ein Buch über das türkische Theater. Ihm gehören auch Häuser im Dorf, und einer seiner Mieter ist mit der Miete im Rückstand; als der Gerichtsvollzieher dessen Fernseher holt, wirft der Sohn des Mieters einen Stein in Aydıns Autofenster. Der Winter kommt, der Schnee schließt das Hotel ein, und in den langen Abenden reden Aydın, seine viel jüngere Frau Nihal und seine geschiedene Schwester Necla miteinander, bis nichts mehr übrig ist, was nicht gesagt wurde. Nuri Bilge Ceylan erzählt in „Winter Sleep” (Türkei 2014), nach Motiven von Tschechows „Die Ehefrau” und einem Nebenstrang aus Dostojewskis „Die Brüder Karamasow”, von einem Mann, der sich für gütig hält.
Der Film dauert 196 Minuten und besteht über weite Strecken aus Gesprächen, in denen Ceylan die Kluft zwischen Reichen und Armen, Mächtigen und Ohnmächtigen in der Türkei aufblättert. In Cannes gewann „Winter Sleep” 2014 die Goldene Palme und den FIPRESCI-Preis. 2014 lief der Film bei Around the World in 14 Films in Berlin.
Festival
Gezeigt in der 9. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2014.



















