
- Argentinien
JAUJA
Synopsis
Patagonien, 1882, die Zeit der sogenannten Wüstenkampagne, mit der die argentinische Armee das Land der indigenen Bevölkerung erobert. Der dänische Hauptmann Gunnar Dinesen (Viggo Mortensen) ist als Ingenieur zu den Truppen gekommen und hat seine fünfzehnjährige Tochter Ingeborg mitgebracht. Sie verliebt sich in einen jungen Soldaten, und eines Nachts sind die beiden verschwunden. Dinesen reitet ihnen hinterher, hinein ins Gebiet des Feindes, durch eine Landschaft aus Gestrüpp, Fels und Gras, in der er seine Tochter mit jedem Tag weniger findet als sich selbst verliert. Lisandro Alonsos „Jauja” (Argentinien 2014) trägt den Namen eines sagenhaften Landes des Überflusses, das jeder gesucht und niemand erreicht hat.
Alonso dreht im fast quadratischen Format mit abgerundeten Ecken, das den Bildern die Anmutung alter Fotografien gibt, und lässt die Erzählung gegen Ende in etwas Traumhaftes kippen. Viggo Mortensen hat den Film mitproduziert und die Musik beigesteuert. Die Premiere fand 2014 in Cannes in der Sektion Un Certain Regard statt, wo „Jauja” den FIPRESCI-Preis erhielt. 2014 lief der Film bei Around the World in 14 Films in Berlin.
Festival
Gezeigt in der 9. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2014.



















