
- Marokko
L’ARMEE DU SALUT
Synopsis
Abdellah (Saïd Mrini) ist fünfzehn und wächst in einem Arbeiterviertel von Casablanca in einer großen Familie auf, zwischen einer Mutter, die das Haus regiert, und einem älteren Bruder, den er verehrt und begehrt. Dass er Männer liebt, weiß er längst, sagen kann er es nirgends. Jahre später sitzt Abdellah in Genf: Ein Stipendium hat ihn nach Europa gebracht, der Schweizer Professor, der ihn eingeladen hat, ist weniger Beschützer als Liebhaber, und die Unterkunft, die ihm bleibt, ist ein Heim der Heilsarmee. Abdellah Taïa verfilmt in „L’Armée du salut” (Marokko 2013) seinen eigenen, 2006 erschienenen autobiografischen Roman.
Taïa, in Marokko geboren und in Paris lebend, erzählt in knappen, stillen Szenen, die mehr auslassen als zeigen. Der Film verzichtet auf Musik und Kommentar; was Abdellah durchmacht, liest man an Blicken und Pausen ab. Die Uraufführung fand 2013 in der Semaine de la Critique von Venedig statt, danach lief der Film in Toronto und erhielt beim Festival Premiers Plans in Angers den Großen Preis der Jury sowie einen Spezialpreis der Jury beim Festival Tous Écrans in Genf. 2014 lief „L’Armée du salut” bei Around the World in 14 Films in Berlin.
Festival
Gezeigt in der 9. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2014.



















