Szene aus Stray Dogs

Synopsis

Ein Mann (Lee Kang-sheng) und seine zwei Kinder leben am Rand von Taipeh, ohne Wohnung. Tagsüber steht der Vater an einer Straßenkreuzung im Regen und hält ein Schild hoch, das Luxuswohnungen bewirbt; die Kinder ziehen durch Supermärkte und ernähren sich von Kostproben. Nachts schlafen sie in verlassenen Gebäuden. Am Geburtstag des Vaters taucht eine Frau auf, die den Kindern schon länger hilft, und mit ihr kommt etwas in Bewegung, das lange begraben war. Tsai Ming-liang erzählt in „Stray Dogs” (Taiwan 2013) von einer Familie, die die Stadt ausgespuckt hat.

Tsai arbeitet mit sehr langen, unbewegten Einstellungen, die die Dauer zur Sache des Films machen: Ein Mann, der einen Kohlkopf isst, eine Wand, die minutenlang betrachtet wird. Realistische Schilderung und stilisierte, fast traumhafte Tableaus stehen nebeneinander. Tsai erklärte den Film nach der Premiere zu seinem letzten. In Venedig gewann „Stray Dogs” 2013 den Großen Preis der Jury. 2014 lief der Film bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 9. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2014.

Alle Filme 2014 · Archiv

Weitere Filme 2014