Szene aus The Tribe

Synopsis

Sergej (Grigori Fesenko) kommt neu an ein Internat für gehörlose Jugendliche irgendwo in der Ukraine. Schnell begreift er, dass die Schule nach eigenen Regeln funktioniert: Eine Bande älterer Schüler organisiert Überfälle, Diebstähle und die Prostitution zweier Mitschülerinnen bei Fernfahrern, ein Lehrer hält die Hand darüber. Sergej macht mit, steigt in der Hierarchie auf und wird zum Aufpasser der Mädchen bestimmt. Als er sich in Anna verliebt, eine der beiden, bricht er das wichtigste ungeschriebene Gesetz des Stammes. Myroslav Slaboshpytskiy erzählt „The Tribe” (Ukraine 2014) vollständig in ukrainischer Gebärdensprache, ohne Untertitel, ohne Sprecher, ohne Musik.

Wer die Gebärden nicht versteht, ist auf Körper, Gesten und Räume angewiesen, und genau darauf baut der Film: lange Plansequenzen, in denen die Kamera den Figuren durch Flure, Schlafsäle und über Parkplätze folgt. Die Gewalt wird nicht erklärt, sie wird gezeigt. Bei der Uraufführung 2014 in der Semaine de la Critique von Cannes erhielt „The Tribe” den Großen Preis der Sektion und zwei weitere Auszeichnungen. 2014 lief der Film bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 9. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2014.

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