Szene aus Pelo Malo - Bad Hair

Synopsis

Junior ist neun und lebt mit seiner Mutter Marta und seinem kleinen Bruder in einem Wohnblock in Caracas. Für das Foto im Schuljahrbuch will er glatte Haare, wie ein Popsänger, und probiert alles aus, was seine Locken bändigen könnte: Öl, Mayonnaise, den Fön. Marta, die ihre Stelle als Wachfrau verloren hat und um jede Arbeit kämpft, sieht darin mehr als eine Frisur. Sie beginnt zu fürchten, ihr Sohn könnte schwul sein, und geht gegen das an, was sie an ihm nicht versteht, mit einer Härte, die den Jungen und sie selbst verletzt. Mariana Rondón erzählt in „Pelo malo” (Venezuela 2013) von einem Kind, das sich selbst erfindet, und einer Mutter, die das nicht zulassen will.

Rondón dreht in den Sozialbauten von Caracas, mit Laiendarstellern und einem Blick, der weder anklagt noch beschönigt; der Humor des Films ist so beiläufig wie seine Härte. In San Sebastián gewann „Pelo malo” 2013 die Goldene Muschel, als erster venezolanischer Film überhaupt; weitere Preise folgten in Thessaloniki, Mar del Plata und Turin. 2014 lief der Film bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 9. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2014.

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