Szene aus Tiger Stripes

Synopsis

Zaffan ist zwölf, vorlaut – und bekommt als Erste in ihrer Klasse ihre Periode. Nun wird sie zur Zielscheibe, auch für die Freundinnen Mariam und Farah. Ihr Körper verändert sich weiter, anders als bei den anderen: Haut, Nägel, und im Dschungel zeigt sich ihr ein Wesen aus der Folklore der Gegend. Die Schule gerät in Panik und ruft einen Wunderheiler, der Zaffan mit Gewalt austreiben will, was sie geworden ist. Sie muss wählen: sich der Scham beugen oder das Monströse in sich annehmen. „Tiger Stripes” von Amanda Nell Eu, ein malaysischer Film aus dem Jahr 2023, macht aus der Pubertät einen Körperhorrorfilm mit Witz.

Die Malaysierin Amanda Nell Eu hat ihr Spielfilmdebüt mit sieben Ländern koproduziert, darunter Frankreich und Deutschland; Zafreen Zairizal spielt Zaffan. Der Film mischt Genres und nimmt Partei gegen eine Gesellschaft, die Mädchen beschämt. Premiere 2023 in der Semaine de la Critique in Cannes, wo er als erster malaysischer Film den Hauptpreis gewann; Malaysia reichte ihn für den Oscar ein, zeigte ihn im Kino aber nur zensiert – eine Fassung, von der sich die Regisseurin distanzierte. Bei Around the World in 14 Films lief er 2023 in Berlin in der Sektion Berlinale World Cinema Fund.

Festival

Gezeigt in der 18. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2023.

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