Szene aus Slow

Synopsis

Elena tanzt, zeitgenössisch, und gibt Kurse; Dovydas ist Gebärdensprachdolmetscher. Sie begegnen sich, als er eine ihrer Tanzstunden für gehörlose Kinder übersetzt, und die Anziehung ist sofort da. Sie verbringen Zeit miteinander, kommen sich näher – dann sagt Dovydas ihr, dass er asexuell ist. Elena, die ihr Begehren nie verstecken musste, hört zuerst eine Zurückweisung heraus. Was folgt, ist der Versuch zweier Menschen, eine Beziehung zu bauen, für die es kein Vorbild gibt: Wie nah kann man sich sein, wenn Begehren nicht dasselbe meint? „Slow” von Marija Kavtaradze, ein litauischer Film aus dem Jahr 2023, stellt die Frage, was Verlangen eigentlich ist – und lässt die Antwort mit jedem Akt anders ausfallen.

Die Litauerin Marija Kavtaradze hat auf 16mm gedreht, mit Handkamera und Nahaufnahmen, die Berührung als Sprache ernst nehmen; Greta Grinevičiūtė und Kęstutis Cicėnas spielen das Paar. Koproduziert mit Spanien und Schweden. Premiere in Sundance im Januar 2023 im World Cinema Dramatic Competition, wo Kavtaradze den Regiepreis erhielt; Litauen reichte den Film für den Oscar ein. Bei Around the World in 14 Films lief er 2023 in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 18. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2023.

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