Szene aus Critical Zone

Synopsis

Amir fährt durch das nächtliche Teheran, seine Bulldogge an Bord, die Stimme des Navigationsgeräts als einzige Begleitung. Er verkauft Haschisch und anderes – an eine junge Yogalehrerin, an Patienten im Krankenhaus, an eine Flugbegleiterin, an Freunde –, und wer in sein Auto steigt, bringt eine Last mit, die er loswerden will. Amir hört zu, versorgt, tröstet, eine Art weltlicher Heiliger der Unterwelt. Über eine Nacht reihen sich die Begegnungen aneinander, und in ihnen zeigt sich ein Teheran, das es offiziell nicht gibt: Drogen, Alkohol, Frauen ohne Schleier, Menschen, die sich ihre Freiheit im Verborgenen nehmen. „Critical Zone” von Ali Ahmadzadeh ist ein iranischer Film aus dem Jahr 2023, gedreht in einem Land, das solche Bilder verbietet.

Der Iraner Ali Ahmadzadeh hat ohne Drehgenehmigung gearbeitet, mit versteckten Minikameras, Laiendarstellern und einer kleinen Crew; Amir Pousti spielt Amir. Die Autofahrten schließen an Kiarostami und Panahi an, der Ton – Hall, Stadtgeräusch, die mütterliche Stimme des GPS – rückt sie ins Fiebrige. Koproduziert mit Deutschland, 99 Minuten. In Locarno gewann der Film 2023 den Goldenen Leoparden; der Regisseur durfte nicht ausreisen, die Behörden hatten ihn zuvor gedrängt, den Film zurückzuziehen. Bei Around the World in 14 Films lief er 2023 in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 18. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2023.

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