Szene aus Inshallah A Boy

Synopsis

Nawal hat ihren Mann verloren, plötzlich, über Nacht. Zum Trauern bleibt keine Zeit, denn nach jordanischem Erbrecht, das der Scharia folgt, steht der Familie des Verstorbenen ein Teil des Erbes zu, wenn kein Sohn da ist – und Nawal hat nur eine Tochter. Ihr Schwager Rifqi meldet seine Ansprüche an, bis hin zur Wohnung, dem einzigen Zuhause von Mutter und Kind. Nawal greift zu einer Lüge: Sie sei schwanger, mit einem Jungen, so Gott will. Mit jeder Woche wird die Täuschung schwerer aufrechtzuerhalten. „Inshallah a Boy” von Amjad Al Rasheed, ein jordanischer Film aus dem Jahr 2023, ist ein Sozialdrama mit der Spannung eines Fluchtthrillers – das Labyrinth ist die jordanische Gesellschaftsordnung.

Der Jordanier Amjad Al Rasheed gibt mit diesem Film sein Spielfilmdebüt, dem ersten jordanischen Film überhaupt in Cannes; koproduziert mit Frankreich, Saudi-Arabien, Katar und Ägypten. Die Palästinenserin Mouna Hawa trägt den Film als Nawal, jede Regung genau gesetzt. Premiere 2023 in der Semaine de la Critique, dort mit dem Preis der Fondation Gan und dem Rail d’Or ausgezeichnet; Jordanien reichte den Film für den Oscar ein. Bei Around the World in 14 Films lief er 2023 in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 18. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2023.

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