Szene aus Green Border

Synopsis

Eine syrische Familie und eine Afghanin namens Leila sind nach Belarus gereist, weil ihnen dort ein leichter Weg in die Europäische Union versprochen wurde. Stattdessen werden sie im Wald an der polnischen Grenze hin- und hergeschoben: Belarussische Grenzer treiben sie nach Polen, polnische Grenzer treiben sie zurück. Jan, ein junger polnischer Grenzschützer, führt die Anweisungen aus und beginnt, an ihnen zu zerbrechen. Julia, eine Psychotherapeutin, die in der Nähe wohnt, schließt sich Aktivist:innen an, die den Menschen im Wald unter Gefahr für sich selbst helfen. „Green Border” von Agnieszka Holland, ein polnischer Film aus dem Jahr 2023, erzählt die Krise an der polnisch-belarussischen Grenze aus mehreren Perspektiven, die sich im Wald kreuzen.

Die Polin Agnieszka Holland hat in Schwarzweiß gedreht, in nur 24 Drehtagen im Frühjahr 2023, gestützt auf Gespräche mit Grenzschützern und Geflüchteten; koproduziert mit Tschechien, Frankreich und Belgien. Premiere im Wettbewerb von Venedig 2023, Spezialpreis der Jury. In Polen griff die Regierung den Film vor dem Kinostart an, der Justizminister verglich ihn mit NS-Propaganda; Holland ging juristisch dagegen vor. Bei Around the World in 14 Films lief der Film 2023 in Berlin als Special German Premiere.

Festival

Gezeigt in der 18. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2023.

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