Szene aus Niemand Ist Bei Den Kälbern

Synopsis

Christin (Saskia Rosendahl) ist 24 und lebt mit ihrem Freund Jan (Rick Okon) auf dem Milchhof seines Vaters in der mecklenburgischen Provinz. Die Tage bestehen aus Melken, Füttern, Warten; abends sitzt sie am Dorfrand und schaut auf die Windräder. Ihr eigener Vater trinkt, sie kümmert sich um ihn, weil sonst niemand es tut. Christin will weg, aber ohne Ausbildung und ohne Geld bleibt sie an den wortkargen Jan und an das einzige Leben gebunden, das sie kennt. Ein Monteur aus Hamburg, der die Windkraftanlagen wartet, scheint ihr einen Ausweg zu versprechen. „Niemand ist bei den Kälbern” von Sabrina Sarabi, Deutschland 2021, erzählt von der Enge einer Landschaft, die auf Postkarten weit aussieht.

Die Vorlage ist der gleichnamige Roman von Alina Herbing. Sarabi, die schon mit „Prélude” ein Porträt einer jungen Frau unter Druck vorgelegt hatte, inszeniert ohne Beschönigung und ohne Verachtung für ihre Figuren; Saskia Rosendahl trägt den Film in fast jeder Einstellung. Die Premiere fand 2021 beim Filmfestival von Locarno in der Sektion Cineasti del presente statt, wo Rosendahl als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. 2021 lief der Film bei Around the World in 14 Films in Berlin in der Sektion German Discovery.

Festival

Gezeigt in der 16. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2021.

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