Szene aus Faya Dayi

Synopsis

In Harar im Osten Äthiopiens wird Khat angebaut, geerntet, gebündelt und gekaut. Das Blatt, dessen Wirkung die Sufis seit Jahrhunderten für ihre Andacht nutzen, ist zur wichtigsten Einnahmequelle der Region geworden – und zum Mittel, mit dem sich der Alltag ertragen lässt. Jessica Beshirs Dokumentarfilm „Faya Dayi”, Äthiopien/USA 2021, folgt den Bauern und Händlern, den Kauenden und den Jungen, die vom Weggehen sprechen: von der Flucht über Grenzen, von einem besseren Leben anderswo. Zwischen den Bildern stehen Stimmen aus dem Off, Legenden und Erinnerungen, und die Repression der Regierung ist als Schatten stets gegenwärtig.

Beshir, in Harar aufgewachsen, hat über zehn Jahre mit kleiner Ausrüstung und ohne Förderung gedreht und jedes Jahr auf eigene Kosten zurückreisen müssen. Begonnen als Annäherung an ihre Großmutter, wurde daraus ein schwarz-weißes Gedicht, das Dokument und Traum nicht trennt. Die Premiere fand im Januar 2021 beim Sundance Film Festival statt; in den USA brachte Janus Films den Film ins Kino. 2021 lief „Faya Dayi” bei Around the World in 14 Films in Berlin in der Sektion 14 Films Wettbewerb.

Festival

Gezeigt in der 16. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2021.

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