Szene aus Vengeance Is Mine, All Others Pay Cash

Synopsis

Indonesien in den 1980er-Jahren. Ajo Kawir (Marthino Lio) prügelt sich für Geld; seine Wut hat einen Grund, den er niemandem sagt: Er ist impotent, seit er als Junge Zeuge einer Gewalttat wurde. In einer Gesellschaft, die den Mann über seine Männlichkeit definiert, ist das eine Schande, die er mit Fäusten überspielt. Dann trifft er auf Iteung (Ladya Cheryl), die Leibwächterin eines Gegners, die mindestens so gut kämpft wie er. Die beiden verlieben sich, heiraten – und das Schweigen über seinen Körper wird zum Problem. „Vengeance Is Mine, All Others Pay Cash” von Edwin, Indonesien 2021, nimmt den Titel wörtlich und dreht ihn um.

Die Vorlage ist der gleichnamige Roman von Eka Kurniawan, der auch am Drehbuch mitschrieb. Edwin inszeniert das als Hommage an das asiatische Actionkino der 1980er und als dessen Demontage: auf 16 mm gedreht, mit grellen Farben und Kung-Fu-Choreografien, handelt der Film von einer Männlichkeit, die sich selbst im Weg steht. Die Premiere fand 2021 im Wettbewerb von Locarno statt, wo „Vengeance Is Mine, All Others Pay Cash” den Goldenen Leoparden gewann. 2021 lief der Film bei Around the World in 14 Films in Berlin in der Sektion Berlinale Spotlight: World Cinema Fund.

Festival

Gezeigt in der 16. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2021.

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