Szene aus Clara Sola

Synopsis

In einem abgelegenen Dorf in Costa Rica gilt Clara als Heilerin. Die Nachbarn kommen zu ihr, um von der Gnade zu profitieren, die ihr die Mutter zuschreibt – und dieselbe Mutter hält die vierzigjährige Tochter seit jeher wie ein Kind, kontrolliert ihren Körper und verbietet ihr die eigene Lust. Als der neue Freund ihrer Nichte im Haus auftaucht, kommt etwas in Bewegung. Clara beginnt, Grenzen zu überschreiten, die für sie nie verhandelbar waren, körperliche wie mystische. „Clara Sola”, das Spielfilmdebüt der costa-ricanisch-schwedischen Regisseurin Nathalie Álvarez Mesén von 2021, erzählt eine Geschichte des Erwachens, die üblicherweise mit Jugendlichen besetzt wird, mit einer Frau in der Mitte ihres Lebens.

Die Hauptrolle spielt Wendy Chinchilla Araya, und der Film denkt in Bewegung: Natur, Tiere, Glauben und Begehren greifen ineinander, ohne dass die Regie den magischen Realismus als Effekt einsetzt. Die Premiere fand 2021 in der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes statt; Costa Rica schickte den Film ins Oscar-Rennen um den besten internationalen Film. 2021 lief „Clara Sola” bei Around the World in 14 Films in Berlin in der Sektion Berlinale Spotlight: World Cinema Fund.

Festival

Gezeigt in der 16. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2021.

Alle Filme 2021 · Archiv

Weitere Filme 2021