Szene aus El Gran Movimiento

Synopsis

Nach einer Woche Fußmarsch erreichen Elder und seine Kollegen aus dem Bergwerk La Paz. Sie wollen ihre Wiedereinstellung erzwingen, doch die Stadt, ein Gewirr aus Seilbahnen, Märkten und Motoren, hat für sie keine Verwendung. Elder beginnt zu husten, wird schwächer; die alte Mamá Pancha verschafft den Männern Arbeit als Lastenträger auf dem Markt. Als sein Zustand sich verschlimmert, schickt sie ihn zu Max, einem Heiler, Einsiedler und Clown, der in den Hügeln über der Stadt lebt und den jungen Mann vielleicht ins Leben zurückholen kann. „El Gran Movimiento” von Kiro Russo, Bolivien 2021, ist zugleich Porträt einer Stadt und Fieberprotokoll eines Körpers.

Russo hat auf Super 16 gedreht, mit Laiendarstellern, und verbindet dokumentarische Beobachtung mit fiktionaler Erzählung; er nennt Robert Bresson als Bezugspunkt. Der Film hört La Paz zu, bis der Lärm zur Musik wird, und kippt in seinen letzten Teilen ins Halluzinatorische. Die Premiere fand 2021 in der Sektion Orizzonti der Filmfestspiele von Venedig statt, wo „El Gran Movimiento” den Spezialpreis der Jury erhielt; Bolivien reichte ihn für den Oscar als bester internationaler Film ein. 2021 lief der Film bei Around the World in 14 Films in Berlin in der Sektion 14 Films Wettbewerb.

Festival

Gezeigt in der 16. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2021.

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