
- Griechenland
APPLES
Synopsis
Eine Pandemie geht um, die ohne Vorwarnung das Gedächtnis löscht. Aris (Aris Servetalis), ein Mann mittleren Alters, wird in einem Linienbus aufgegriffen – ohne Papiere, ohne Erinnerung, und niemand holt ihn ab. Ein Klinikprogramm soll den Herrenlosen eine neue Identität verschaffen: Auf Kassetten bekommt er täglich Aufgaben gestellt, Fahrrad fahren, ins Kino gehen, einen Autounfall bauen, und jede erledigte Aufgabe hält er mit einer Sofortbildkamera fest. Bei einer dieser Übungen begegnet er Anna, die dasselbe Programm durchläuft. Christos Nikou erzählt in seinem Debüt „Apples” (Griechenland 2020) von einem Mann, der sich ein Leben nach Anleitung zusammensetzt – und dabei unablässig Äpfel isst.
Die Welt des Films ist ganz analog, keine Bildschirme, keine Telefone, nur Kassetten und Polaroids. Der Ton bleibt trocken, die Komik lakonisch, das Absurde beiläufig. „Apples” eröffnete 2020 die Sektion Orizzonti der Filmfestspiele von Venedig und lief anschließend in Toronto. Bei Around the World in 14 Films lief der Film 2020 in Berlin.
Festival
Gezeigt in der 15. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2020.




















