Szene aus Girimunho

Synopsis

Bastu ist über achtzig und lebt am Rio São Francisco im Sertão von Minas Gerais. Ihr Mann ist gerade gestorben; sie trauert ohne Tränen, redet mit ihm weiter, räumt seine Sachen aus und sucht Halt in den Verrichtungen des Tages, bei ihrer Freundin Maria und bei den Enkeln. Nachts kommen Träume, tags das Wasser, die Musik, die Feste des Ortes. Helvécio Marins Jr. und Clarissa Campolina lassen in „Girimunho” (Brasilien 2011) die Bewohner selbst spielen, was ihr Leben ist; die Geschichte entstand aus Gesprächen, die die Regisseure vor Ort mitgehört haben.

Der Film steht zwischen Beobachtung und Inszenierung: ethnografische Nähe zu Ritualen, Fluss und Landschaft, dazu geschriebene Szenen, in denen Laien ihre eigenen Rollen verkörpern. Das Titelwort bezeichnet einen Wirbelwind. Premiere hatte „Girimunho” 2011 in der Sektion Orizzonti der Filmfestspiele von Venedig. Bei Around the World in 14 Films lief der Film 2020 in Berlin in der Sektion Berlinale World Cinema Fund.

Festival

Gezeigt in der 15. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2020.

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